not less but better

✰ DHDL Sendung vom 07.09.2020

In der 2. Folge der 8. Staffel von „Die Höhle der Löwen“ wird not less but better vorgestellt, eine Trainings-App gegen Handysucht bzw. für eine gesündere Handy-Nutzung.

Der Gründer

Die Gründer Christina Roitzheim, Selcuk Aciner und Marius Rackwitz haben alle am eigenen Leib erfahren, wie stark Smartphones oftmals ungewollt den eigenen Alltag bestimmen können und ein häufiger Handy-Gebrauch zur Gefahr oder gar zur Sucht werden kann. Um dem vorzubeugen haben die Psychologin Christina, der Marketingexperte Selcuk und der Informatiker Marius gemeinsam ein Training entwickelt, wie man ungewollt angeeignete Handy-Gewohnheiten wieder loswerden kann. Das wissenschaftlich fundierte Konzept wurde schon 2018 mit einem Berliner-Startup-Stipendium unterstützt. Ihre Trainings-App-Idee wurde schließlich mit dem Helth-i-Award ausgezeichnet, worauf sie im Mai 2020 mit der Umsetzung der Idee mit Hilfe des EXIST-Gründerstipendiums starteten. Eine zweite Version der App soll im Oktober 2020 in den App Store kommen.

Problematische Smartphone-Nutzung kann zu negativen Folgen für unsere mentale Gesundheit führen. Von Konzentrationsschwierigkeiten über Stress, Angst und Schlafproblemen bis zu Depression. Problematische Smartphone-Nutzung ist ein echtes Problem für unsere Gesundheit.

Trainings-App gegen Handysucht

Auf wissenschaftlich fundierter Basis haben die Gründer ein 20-tägiges Trainingsprogramm entwickelt, mit dem der Nutzer durch Audio und Textaufgaben den eigenen Umgang mit dem Smartphone reflektieren und trainieren kann. Viele Apps seien nämlich durch Belohnung und Bestätigung auf eine hohe Aufmerksamkeit des Nutzers ausgerichtet wie etwas durch Likes oder Benachrichtigungen. Mit Hilfe der App gegen die Handy-Sucht sollen die Anwender die volle Kontrolle über ihr digitales Leben zurückerhalten. Das Ganze passiert natürlich mit der App am Handy: schließlich geht es auch um dessen Nutzung. Das Training soll dem Nutzer wieder beibringen, positive Gefühle, Bestätigung und Wohlbefinden auch abseits von Apps zu finden und die Kontrolle über seine eigene Smartphone-Nutzung zurückzubekommen. In einer Studie konnten sie bereits die Wirksamkeit des Trainingsprogramms wissenschaftlich untersuchen.

Zum Zeitpunkt der Aufzeichnung lief gerade die Betaphase der App und der Markteintritt wurde von den Gründern vorbereitet. Von Anfang an war eine Kombination aus öffentlichen Fördermitteln und Business Angels & VCs zur Finanzierung des Projektes geplant. Durch das Kapital der Löwen könnte allerdings nicht nur Geld, sondern auch ein gut vernetzter Investor gefunden werden, der der Idee weiteren Aufschwung verpassen könnte.

Ob die Gründer mit ihrer Idee der Handy-App gegen die Sucht an genau diesem Gerät einen Löwen überzeugen können? Auch den Löwen dürfte das Problem mit der problematischen Handy-Nutzung bekannt sein.
App-Experte Frank Thelen hat die Höhle der Löwen leider nach der siebten Staffel verlassen, aber auch Carsten Maschmeyer oder Georg Kofler können als sehr potente Smart-Money-Geldgeber in Frage kommen.

So lief der Pitch/ Deal

Das Thema fand vor allem durch den selbst betroffenen Nico Rosberg großen Anklang. Wieso allerdings die App nicht Omline heißt und ob das mit dem Handy an sich überhaupt der richtige Kanal sei, kam überraschenderweise nicht als Frage.
Das Gründerteam überzeugte die Löwen. Letztlich sahen aber nur Nico Rosberg und Carsten Maschmeyer genügend Potenzial für ein Angebot. Denn die App steht ganz am Anfang und konnte keine bereits überzeugten dauerhaft aktive Abonnenten vorweisen.
Die dafür recht hohe Bewertung führte zu entsprechenden Beratungen. Die beiden boten 150.000 Euro für 25 % statt 10 %. Die drei Gründer zogen sich zu einer längeren Beratung zurück und boten zur Überraschung aller Löwen ein Gegenangebot zu 13 %. Georg Kofler musste sein Unverständnis zum Ausdruck bringen. Nach Beratung erhöhten Nico Rosberg und Carsten Maschmeyer ihr Angebot auf 20 %. Nach erneuter Beratung machen die Gründer wiederum ein Gegenangebot für 15 % („Schmerzgrenze“). Daraufhin lehnt Nico Rosberg ab, was zu Enttäuschung bei den Gründern führte. Da sprang Carsten Maschmeyer ein und wusch den Gründern den Kopf über den Wert ihrer Beteiligung. Daraufhin nahmen die Gründer dann doch noch an. Schwere Geburt.

Gesuch & Deal!

ArtInvestmentAnteileUnternehmenswert
Gesuch150.000 €10 %1.500.000 €
Deal150.000 €20 %750.000 €
Bewertung+0 %+100 %-50 %

Deal von Carsten Maschmeyer Nico Rosberg

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